Eschershausen Ein besonderer Anlass wurde am 16. Mai gefeiert, denn Pfarrer Bleckmann konnte auf sein zehnjähriges Priesterjubiläum zurückblicken. Seine Priesterweihe fand 2016 im Bistum Hildesheim statt, gemeinsam mit drei weiteren Männern wurde er damals am Himmelfahrtstag zum Priester geweiht. Während inzwischen zwei seiner Mitbrüder andere Wege eingeschlagen haben, ist für Pfarrer Bleckmann bis heute eindeutig, dass der priesterliche Dienst für ihn weit mehr als nur ein Beruf ist.
Nach verschiedenen Stationen im Bistum kam er vor etwa drei Jahren im Weserbergland an und ist seitdem zuständig für die Pfarrgemeinde St. Josef Holzminden, die Kuratie St. Liborius Boffzen sowie die Pfarrgemeinde Hl. Maria Königin Bodenwerder mit den Kirchorten Eschershausen und Bodenwerder.
Dass ihm die Menschen und die Gemeinschaft wichtig sind, zeigte sich auch bei den Feierlichkeiten rund um sein Jubiläum. Bereits an Christi Himmelfahrt wurde in Neuhaus ein Gottesdienst gefeiert, passend zu dem Tag, an dem auch seine Priesterweihe stattfand. Richtig gefeiert wurde dann einige Tage später in Eschershausen. Nach dem Gottesdienst mit anschließender Andacht in der Kirche Hl. Familie kamen zahlreiche Gemeindemitglieder zusammen, um gemeinsam Zeit zu verbringen, Erinnerungen auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Bei Gegrilltem, Salaten und Kuchen wurde viel gelacht und erzählt, gleichzeitig wurde aber auch deutlich, wie eng die Verbundenheit zwischen dem Pfarrer und seinen Gemeinden inzwischen geworden ist.
Besonders emotional wurde es zunächst bei der Übergabe eines ganz persönlichen Geschenks. Die Gemeinde hatte eine Schatztruhe vorbereitet, in die jeder etwas hineinlegen durfte. Persönliche Worte, Erinnerungen, kleine Überraschungen und Zeichen der Dankbarkeit sollten so ihren Platz finden. Überreicht wurde die Truhe stellvertretend von Nadine Steinführer und Hagen Witte vom Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat der Pfarrgemeinde Bodenwerder.
In ihrer Ansprache beschrieben sie Pfarrer Bleckmann als einen Menschen, der seinen Dienst mit ganzem Herzen lebt. Er sei jemand, der zuhöre, Menschen ernst nehme und sowohl mit jungen Menschen als auch mit älteren Gemeindemitgliedern schnell einen Zugang finde. Besonders sichtbar werde das immer dann, wenn Kinder und Jugendliche im Gottesdienst sitzen. „Da merkt man sofort, wie dem Pfarrer das Herz aufgeht“, beschrieben sie.
Überhaupt war die Ansprache geprägt von vielen persönlichen und ehrlichen Worten. So wurde nicht nur seine Nähe zu den Menschen betont, sondern auch sein Humor und seine Schlagfertigkeit. Gleichzeitig wurde deutlich, wie sehr die Menschen seinen Einsatz schätzen. Besonders in schweren Momenten erleben ihn viele nicht nur als Pfarrer, sondern als Begleiter, Zuhörer und Hoffnungsträger.
Sichtlich gerührt nahm Pfarrer Bleckmann die Schatztruhe und die vielen persönlichen Worte entgegen. Auch er dankte allen, die ihn auf seinem Weg begleitet haben und ihn bis heute noch unterstützen und seiner Seite stehen. Die vergangenen zehn Jahre haben ihn viel gelernt, er konnte viele Menschen kennenlernen und er freue sich auf die weiteren Jahrzehnte, die er sein Amt ausfüllen werde.